Wann ist es Zeit für Matratzenwechsel?

So sorgen Sie für mehr Schlafqualität und Ihre Gesundheit

Sie haben Schlafstörungen, sind trotz ausreichend Schlaf morgens nicht erholt und haben vor allem morgens Rückenschmerzen und Kopfschmerzen am Hinterkopf.

Zunächst sollten Sie überprüfen, ob in der Matratze Liegekuhlen sind – Vertiefungen, die nicht mehr von selbst zurückgehen. Das spricht für Materialermüdung infolge des Alters oder bei Überbeanspruchung. Durch regelmäßiges Wenden der Matratze kann die Liegekuhlenbildung verzögert werden. Auch das Raumgewicht einer Matratze spielt eine Rolle, es gibt an, wie schwer ein Kubikmeter Matratzen-Schaumstoff in Kilogramm ist. Je höher das Raumgewicht, desto stabiler und langlebiger ist die Matratze. Wird eine Matratze täglich genutzt, dann sollte ihr Raumgewicht über 40 liegen, bei selten genutzten Gästebetten darf es weniger sein.

Liegen Ekzeme, Hautreizungen, gerötete, juckende oder tränende Augen vor, muss dem Verdacht auf das Vorliegen einer Allergie nachgegangen werden. Häufig entwickelt sich sogar ein neues Asthma.

Manchmal wird einem der Zusammenhang dieser Beschwerden mit dem Bett erst klar, wenn man im Urlaub oder Besuch bei Freunden plötzlich symptomfrei ist.

Sollte trotz ausführlicher Diagnostik bei Ärzten oder Heilpraktikern keine Erklärung gefunden werden und medikamentöse Maßnahmen nicht fruchten, muss an eine Allergie gedacht werden, besonders an die Hausstaubmilben-Allergie. Bei bekannter Pollenallergie, Weizen- und Milchunverträglichkeit ist  die Wahrscheinlichkeit dafür deutlich erhöht.

Es erfolgen Laborkontrolle, Hautdiagnostik mit Abstrich-Entnahme und Prick-Haut-Test. Ganzheitlich ist sowohl für Diagnostik als auch Therapie die Bioresonanz-Methode sehr wirkungsvoll.

Spätestens bei Entstehung von Asthma, zunehmenden anderen Allergien, Verdauungsbeschwerden, vermehrten Infekten und dauernder Müdigkeit ist es Zeit für eine vielseitige Allergietherapie.  In diesem Fall muss nämlich das Immunsystem dauernd hoch aktiv sein, dadurch wird es geschwächt und der ganze Körper übermäßig belastet.

Das  ist gefährlich, wir wissen ja, wie wichtig das Immunsystem zum Gesundbleiben ist und uns vor Krebserkrankungen und Autoimmunerkrankungen schützt.

Auch bei noch so guter Pflege lagern sich im Laufe der Jahre Verschmutzungen auf und in der Matratze ab.

Hautschuppen und Schweiß bilden einen Nährboden für Hausstaubmilben, Bakterien und Pilze. Diese natürlichen unvermeidbaren Verschmutzungen führen zur klaren Empfehlung für einen regelmäßigen Wechsel der Matratze. Die Lebensdauer der Matratze kann durch Auslüften und Wenden der Matratze verlängert werden, Feuchtigkeit kann so schneller verdunsten. Ein abnehmbarer Bezug, der gewaschen werden kann, ist klar zu empfehlen. Doch trotz dieser Maßnahmen ist nach einer gewissen Zeit die Hygiene nicht mehr gewährleistet.

Der TÜV Rheinland rät, nach acht Jahren die Matratze zu wechseln, bei preiswerten Matratzen früher. Hochwertige Matratzen haben eine längere Lebensdauer, sie können bei guter Pflege bis zu  zwölf Jahre halten. Länger sollten Matratzen aus hygienischen Gründen nicht verwendet werden. Wenn eine Matratze keinen abnehmbaren Bezug hat, sollte sie nach fünf Jahren ausgetauscht werden.

Vor allem Latex neigt nach einer gewissen Zeit dazu, zu bröseln, auch dann sollte ein Austausch erfolgen.

Die Hausstaubmilbenallergie ist nach der Pollenallergie die häufigste Form der Allergien. Etwa 10000 Milben befinden sich in einem Gramm Staub. Allergie auslösend ist der Kot der Milbe, er zerfällt zu mikrofeinem Staub. Milben halten sich besonders da auf, wo sie ideale Lebensbedingungen vorfinden – in unserem Bett.

Die meisten Milben halten sich in der Matratze auf, wo sie die optimale Voraussetzungen finden, das sind hohe Luftfeuchtigkeit, warme Temperaturen und Hautschüppchen, von denen sie sich ernähren, auch Schimmelpilzsporen und tierische Bestandteile von Bettwaren sind Nahrung für sie.

Um die Belastung durch Hausstaubmilben zu verringern, sollte beim Kauf Folgendes beachtet werden!

Gute Atmungsaktivität, keine tierischen Materialien, abnehmbarer tierhaarfreier versteppter Bezug, der bei mindestens 60 – 95 Grad waschbar ist. Empfehlenswert sind Kaltschaummatratzen, Kaltschaum gilt als besonders elastisch, formstabil und atmungsaktiv. Matratzen aus Schaumstoff, Schaumkern und Komfortschaum sind das nicht. Je höher der Matratzenkern ist, desto mehr Elastizität und Stützqualität hat die Matratze, bei höherem Körpergewicht ist das sehr wichtig.

Zusätzlich wird die Verwendung von milbendichten Matratzenbezügen empfohlen. So kann verhindert werden, dass Milben in das Innere der Matratze eindringen. Für Allergiker geeignete Kopfkissenbezüge werden von vielen Krankenkassen erstattet , wenn Sie vom Arzt ein entsprechendes Hilfsmittelrezept vorlegen.

Ihre Dr. med.C.Engel

www.dr-c-engel.de