Uta Beckert  fasziniert durch Ihre Vielfalt

Zeichnungen, Abstrakte Malerei und Charakterköpfe – das ist Ihre Welt

Schon als Jugendliche verbrachte Uta Beckert ihre Zeit mit Chemnitzer Künstlern beim Aktzeichnen. Zeichnen das war ihr wichtig und der Weg zum Studium für angewandte Kunst stand schon früh als Ziel fest.

Sie malte sehr realistisch und verdiente zeitweise ihr Geld als Textilzeichnerin, bis Sie in einem Kurs für Abstrakte Malerei bei Professor Claus Hipp landete. Dieser Kurs öffnete ihr Augen und Herz für die gegenstandslose Malerei. „Wer sich von den Formen, den Stimmungen, den Widersprüchen der Gegenstandslosen Malerei erst einmal einfangen lässt, der findet die allergrößte Freiheit. Er kann seine Fantasie anregen lassen, seine Gefühle, seine Erinnerungen.“ Zitat von Prof. Claus Hipp.

Uta Beckert lernte ein Thema abstrakt umzusetzen und sie hatte den großen Vorteil, sie war zeichnerisch komplett fertig ausgebildet, denn vor der freien Malerei steht immer die Basis, man muss zeichnen können. Dem Betrachter fällt bei Uta Beckerts freier Malerei sofort auf, da steckt ein Thema dahinter, da ist etwas was sie dem Betrachter mitteilen möchte, eine Geschichte, eine Aussage, eine Idee.

Auch wenn die Bilder während der Entstehung häufig einen anderen Weg einschlagen, als vorher gedacht, so sind diese nicht inhaltslos, sie erzählen nur einfach eine andere Geschichte. Es macht Freude in den Bildern von Uta Beckert spazieren zu gehen, Dinge zu entdecken, Gefühle zu erleben und in den meisten Fällen auch Freude zu empfinden. Die in Bad Feilnbach lebende Künstlerin stellt sich aber auch schweren Themen, so hat Sie versucht die Alzheimer Krankheit ihres Vater in einem Bild zu verarbeiten und es ist ihr in beeindruckender Weise gelungen sehr in die Tiefe des Themas zu gelangen.

Amüsant und spaßig wird es, wenn wir uns den Skulpturen zuwenden.

Bei einer Urlaubsreise in den Norden entdeckte sie das Material Ton, schnell fand sie heraus, wie man sich dreidimensional ausdrücken kann. Die Anatomie des Menschen war ihr durch ihre Leidenschaft für das Aktzeichnen sehr vertraut und schon bald fand die Künstlerin eine neue Form sich künstlerisch aus zu drücken. Dieses Mal nicht frei und abstrakt, sie konnte jetzt ihren frechen Gedanken freien Lauf lassen. Figuren wie „Arschbombe“, „kleine Sünden“ oder die Serie „Sieben Todsünden“ entstanden in den letzten Jahren und erheitern mittlerweile viele Kunstfreunde, die zu den Sammlern der Arbeiten von Uta Beckert zählen. Auch ich werde bald dazu gehören.

Bericht: Jonas Schiff
Fotos: Uta Beckert