Verbraucherschützer empfehlen wichtige Versicherungen

Wer wissen will, welche Versicherungen unbedingt notwendig sind, sollte die Empfehlungen von Verbraucherschützern berücksichtigen.

Wenn es um den richtigen Versicherungsschutz geht, zeichnen sie ein einheitliches Bild:

Existenziell sind Risiken dann, wenn sie aufgrund der möglichen Kosten die eigene Existenz gefährden können. Ein Haftpflichtschaden kann leicht in die Millionen gehen – zum Beispiel, wenn Personen zu Schaden gekommen sind. Im Falle der Berufsunfähigkeit übersteigen die Lebenskosten das Ersparte in der Regel um das Vielfache. Und auch im Pflegefall reicht die gesetzliche Absicherung bei Weitem nicht aus.

„Drei Policen sollte daher jeder in seinem Versicherungsordner

abheften: eine Privathaftpflichtversicherung, eine Berufsunfähigkeitsversicherung und eine Pflegezusatzversicherung“, so

Sven Heinlein, Geschäftsstellenleiter der HUK-COBURG in

München: „Denn diese Versicherungen sichern gegen existenzielle Risiken ab, die schnell ein Vielfaches des eigenen Vermögens kosten können.“

Mit dieser Einschätzung ist Sven Heinlein nicht allein. So folgerte Finanztest in Ausgabe 12/2014: „Eine private Haftpflichtversicherung braucht jeder. Schon kleine Fehler können sonst den

finanziellen Ruin bedeuten.“ Und in Ausgabe 07/2017 stellte Finanztest fest: „Wenn Sie von Ihrer Arbeitskraft leben, sichert Sie eine sehr gute Berufsunfähigkeitsversicherung am besten gegen die finanziellen Folgen ab, falls Sie nicht mehr arbeiten können.“

Der Bund der Versicherten wiederum bemerkte, dass auch der

Pflegefall die eigene Existenz bedrohen kann und die gesetzliche Pflegeversicherung privat ergänzt werden sollte. So heißt

es in einem Merkblatt vom 1.04.2017: „Die Pflegepflichtversicherung ist eine Teilleistungs-Versicherung und deckt nur einen Teil der anfallenden

Kosten im Pflegefall ab. Darüber hinaus benötigte Leistungen können mit einer Pflegezusatzversicherung abgedeckt werden.“