Volkskrankheit Depression

Vorbeugung und Therapie

Frühsymptome können ohne Anlass oder als Reaktion auf belastende Ereignisse auftreten und sich über Wochen oder Monate zu einer depres-siven Phase entwickeln.

Mögliche erste Anzeichen:

Schmerzen wie unspezifische Kopf- oder Bauchschmerzen (es wird angenommen, dass ein Mangel an Omega-3-Fettsäuren die Verbindung zwischen den psychischen Symptomen und den häufig begleitend auftretenden körperlichen Symptomen herstellt).

Symptome einer Depression:

ständige Müdigkeit, Energiemangel, Reizbarkeit, Angst, Apathie,  Antriebsmangel, Schlafstörungen, Appetitlosigkeit. Der Alltag ist geprägt von Energie- und Lustlosigkeit; die Betroffenen müssen sich zu allem zwingen, anfangs nur zu unangenehmen, später aber auch zu leichteren und angenehmen Tätigkeiten. Familie, Beruf und sogar die Nahrungsaufnahme und Hygiene werden oft vernachlässigt.

Nebst der depressiven Stimmung treten Störungen der Konzentration, der Aufmerksamkeit und des Denkvermögens auf.  Charakteristisch sind zudem vermindertes Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen, Gefühle von Schuld und Wertlosigkeit, pessimistische Zukunftsvorstellung und Selbsttötungsgedanken.

Es handelt sich in mehr als der Hälfte der Fälle um eine wiederkehrende oder chronische Erkrankung, unbehandelt besteht eine deutlich erhöhte Suizidrate.

Hält die niedergeschlagene Stimmung grundlos länger an, suchen Sie bitte einen Arzt auf, mögliche körperliche Erkrankungen wie Schilddrüsenunterfunktion, Blutarmut, Parkinson-Erkrankung und beginnende Demenz könnten die Ursache sein. Durch Behandlung dieser Erkrankung ist die Verminderung der depressiven Symptome sehr wahrscheinlich.

Sollte keine körperliche Ursache vorhanden sein, erfolgt Behandlung mit Psychotherapie, manchmal ist auch – zumindest kurzfristig eine medikamentöse Therapie erforderlich.

Zusätzliche therapeutische Möglichkeiten sind Gehirntraining, Lichttherapie, Ozontherapie, Eigenbluttherapie, Bioresonanztherapie und Vitalstoffe.

L-Carnitin erleichtert eine schulmedizinische medikamentöse Therapie von Depressionen, Folsäure bewirkt, dass die Medikamente deutlich besser wirken.

Die regelmäßige Einnahme von Magnesium mindert das Ausmaß einer Depression, der Mineralstoff Zink wirkt sich positiv auf den Therapieerfolg aus und die Omega-3-Fettsäuren sind wichtiger Bestandteil einer antidepressiven Therapie.

Die Vitalstoffe haben auch eine große Bedeutung bei der Vorbeugung von Depressionen. Vitamin C und D tragen zu einer verbesserten Funktion der Psyche bei. Vitamin D ist vor allem bei saisonalen Depressionen wichtig. Im Winter ist die körpereigene Vitamin-D-Produktion aufgrund mangelnder Sonnen-einstrahlung extrem eingeschränkt. Selen und Eisen wirken dem Risiko entgegen, an einer Depression zu erkranken. Eisen fördert außerdem einen gesunden Schlaf und liefert den Zellen Energie. Bei älteren Menschen wirkt sich vor allem Vitamin B12 sehr positiv aus.

Das sollten Sie beachten:

* Es empfiehlt sich die regelmässige Einnahme eines Vitalstoff-Kombinations- Präparates mit L-Carnitin, Omega-3-Fettsäurenmega, und B-Vitaminen.

* Ernähren Sie sich gesund (regelmäßig Gemüse, Obst, oft Fisch, nur hochwertige Pflanzenöle) und abwechslungsreich.

* Auch in stressigeren Zeiten sollten Sie möglichst Alkohol meiden und wenig bis gar nicht rauchen.

* Bewegen Sie sich möglichst viel an der frischen Luft, sorgen Sie für regelmäßigen körperlichen Ausgleich mit Spaziergängen, Sport, Gymnastik o.ä..

* Reduzieren Sie Stress, indem Sie regelmäßig, einmal pro Woche in die Sauna gehen, stressreduzierend wirken zudem Entspannungsübungen, zum Beispiel progressive Muskelentspannung, autogenes Training oder Yoga, regelmässiger Besuch einer Meersalzgrotte und gelegentlich mal eine Massage zur Reduzierung von Muskelverspannungen.

* Positive angenehme Aktivitäten und ein gutes soziales Netzwerk sind  ganz wesentlich, halten Sie daher Kontakt zu Freunden, Bekannten und Angehörigen und sprechen Sie bei Schwierigkeiten und Belastungen mit einem Menschen Ihres Vertrauens.

* Lernen Sie, auf Ihre eigenen Bedürfnisse zu achten und sich vor Überforderung zu schützen, indem Sie auch manchmal „nein“ sagen. Verschwenden Sie Ihre Energie nicht mit Dingen oder Vorhaben, auf die Sie keinen Einfluss haben. Akzeptieren Sie Ihre eigenen Grenzen und stellen Sie nicht zu hohe Anforderungen an sich selbst.

Bleiben Sie gesund, ich hoffe, Sie kommen gut durch die dunkle Jahreszeit und haben oft die Gelegenheit, herzlich zu lachen, werden von Ihrem Gegenüber angelächelt oder auch spontan umarmt – eine Wohltat für Ihre Seele. Übrigens sind auch Haus-tiere treue Begleiter bis hin zu Seelentröstern.

Herzlichst Dr. med. C. Engel