Natürlich und regional kochen

Zum Besser-Esser werden

Wer wirklich besser essen will, sollte selbst kochen: Mit vielen gesunden, frischen Zutaten und unkomplizierten praktischen Rezepten. Hier unsere Highlights für diese Ausgabe.

In vielen industriell hergestellten Brotaufstrichen verbergen sich oft eine Menge Zusatz- und Konservierungsstoffe. Deshalb lohnt es sich, mit wenigen Zutaten selbst kreativ zu werden. Wer Alternativen zu Käse oder Wurst sucht, hat mit diesem Aufstrich ein leckeres, schön cremiges Streichfein. Im Schraubglas aufbewahrt lässt er sich bequem mit in die Arbeit nehmen und hält sich gekühlt problemlos zwei bisa drei Tage. Da freut sich nicht nur das Brot… „Vui Kerndl aufs Loabe“.

Schneller Brotaufstrich mit Kürbiskernen


Zutaten:

200 g Frischkäse

½  Becher Schmand, Sauerrahm

30 g Kürbiskerne

1 kleine Knoblauchzehe

1-2 EL Hanf- oder Kürbiskernöl

Gewürzmischung Chiemgauer Frühling, frisch gemahlener Pfeffer, frische Kräuter nach Wahl, zum Beispiel Schnittlauch, Kresse, junger Löwenzahn, Petersilie

Zubereitung:

Knoblauch schälen und fein hacken. Kürbiskerne in einer trockenen Pfanne anrösten, auskühlen lassen und fein hacken. Frischkäse, Schmand oder Sauerrahm in einer Schüssel zusammen mit Knoblauch und dem Öl cremig rühren. Zum Schluss die Kürbiskerne unterrühren und mit der Gewürzmischung (am besten aus der Mühle) und frisch gemahlenem Pfeffer abschmecken. Mit vielen frischen Kräutern garnieren. Schmeckt sehr gut zu frisch gekochten Pellkartoffeln, Gemüsesticks und frischem Bauernbrot.

Kochen mit regionalem Urgetreide – Ackerrarität Purpurweizen

Sekundäre Pflanzenstoffe, so genannte Anthocyane, in den Randschichten des Korns rufen die rotviolette Farbe des Purpurweizens hervor und sind verantwortlich für seinen Namen. Auf den Feldern des Demeter-Bauern Franz Obermeyer in Tengling wächst und gedeiht er unter ungünstigen Anbaubedingungen. Purpurweizen ein regionaler wahrer Genuss in sommerlichen Salaten.

Mediterraner Purpurweizen-Salat


Zutaten für 4 Personen

200 g Purpurweizen

1 TL gekörnte Gemüsebrühe

½  Bio Zitrone (Abrieb und Saft)

1 rote Paprikaschote

½ Salatgurke

1 kl. rote Zwiebel

60 g Kalamata Oliven ohne Stein (ca. 20 Stck.)

2 EL Aceto Balsamico bianco

3 EL natives Oliven- oder Rapsöl

100 g Feta

Gewürzmischung Chiemgauer Frühling, frisch gemahlener Pfeffer

1 Handvoll frische Basilikumblätter

Zubereitung:

Den Purpurweizen über Nacht in ca. 700 ml Wasser einweichen. Am nächsten Tag mit dem Einweichwasser garkochen. Zitronensaft und gekörnte Gemüsebrühe zugeben und geschlossen nachziehen lassen.

In der Zwischenzeit Zwiebel schälen und fein würfeln, Salatgurke evtl. schälen, halbieren und das Kerngehäuse entfernen. In feine Würfel schneiden. Die Paprika halbieren, in Streifen schneiden und würfeln. Die Oliven in feine Scheiben schneiden. Den Feta ebenfalls würfeln.

Alle Gemüsezutaten in eine Schüssel geben, Zitronenabrieb, Essig und ÖL dazu geben und locker miteinander mischen. Mit frisch gemahlenem Pfeffer und der Gewürzmischung (am besten in eine Mühle geben) abschmecken. Die Basilikumblätter grob zupfen und zum Schluss zusammen mit den Fetawürfeln unterheben.

Ich wünsche Ihnen viel Freude beim Nachkochen. Lassen Sie sich den Sommer auf der Zunge zergehen. Ihre Yvonne Liebl

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