„I bleib mei Lebm lang frei“
Django 3000 – die bayerischen Zigeuner
Django reitet wieder. Durch die bayerische Puszta. Doch er reitet nicht allein. Vier Djangos, vier musikalische Brüder im Geiste, haben sich unter dem Motto „Mia san mia, mia san Gitanos“ zusammengetan, um die weiß-blaue Steppe und schnellstmöglich auch den Rest der Welt mit nie gehörtem bayerischem Gypsy-Pop zu erobern. Mit Django-mäßiger Zigeunermusik, wild, frei und ungebändigt.
Django 3000 nennen sich die musikalischen Streuner und nicht nur Bayern 3-Kultmoderator Matuschke zählt sie bereits zu seinen Lieblingen. Django 3000 stürmen die bayerische Musik-szene im Galopp, auf „wuide Rössa“ und mit „Südwind“ in den Beinen, „de Hor im Wind und an Fuaß am Gas“.
„Heidi“ heißt die Heldin ihrer ersten CD, ein glutäugiges, lebenshungriges, bayerisches Zigeuner-Deandl, von der man nur so viel weiß: „Summa is, wenn’d Heidi kimmt und de Leit zum Danzn bringt“. Und wenn Django 3000 dazu ihren mitreißenden Sound in der Desperado-Disco spielen, dann tanzen die Heidi und alle anderen Strizzis und Zigeuner garantiert noch durch die Nacht, wenn das Lagerfeuer längst ausgegangen ist.
Elf ansteckende Songs haben Django 3000 auf ihrer Debut-CD zusammengetragen, gespielt auf Gitarren, Geigen, Kontrabass und Schlagzeug. Und man hört in jedem Song „so weit umananda, san no ned vui ganga“. Mitgebracht von ihren musikalischen Reisen haben sie treibende Balkan-Beats, erdige, gitarrenlastige Rock ’n’ Roll-Songs und lässigen Zigeuner-Swing mit teuflisch-melodischen Geigensoli. Alles getrieben vom energiegeladenen Groove aus Kontrabass und Schlagzeug. Ohne Rücksicht auf Genres und Stile hat es die vier „Wuidn“ aus Berufung immer weiter in unbekannte Gefilde getrieben. „Wer woaß, wosd ois vasamst, wennst steh bleibst und grod dramst!“
Anlässlich der CD-Präsentation im Hofbräuhaus in München sprach Chiemgau Land und Leute mit den vier Musikern von Django 3000.
Freiheit klingt aus euren Liedern – aber was versteht Ihr unter frei sein?
Musik spielen, herumziehen, mal hier mal dort, neue Gegenden kennenlernen und einfach Spaß an der Musik haben.
Machen, was man halt gerne macht, und das heißt bei uns vor allem Musik, und zwar diese Musik.
Fühlt ihr euch als Musiker frei?
Ja. Wir sitzen in keinem Orchester, in dem uns vorgeschrieben wird, was wir spielen müssen, sondern wir spielen, was uns einfällt. Das ist schon eine sehr große Freiheit.
Das heißt, ihr steht bei den Liedern nicht unter Erfolgsdruck?
Nein.
Den Hit „Heidi“ habt ihr geschrieben, als ihr gut drauf gewesen seid? Oder wie entsteht so was?
Das brodelt in einem. Wir sind alle Typen, die gerne feiern und Party machen – und dann entsteht auch solch eine Musik.
Mal beginnen wir erst mit dem Text und ein anderes Mal entsteht erst die Melodie – bei Heidi war erst die Melodie da.
Die Texte sind euch in jedem Falle wichtig?
Ja, die Texte sollen möglichst eine Aussage haben. Heidi steht für frei sein. Hier geht es ums Abtanzen, um Party und natürlich um Freiheit.
Was ist das für ein Gefühl, wenn die Leute zu eurer Musik so richtig abtanzen?
Ein richtig geiles. Das ist die Energie, die wir den Leuten geben, die kommt dann wieder zurück. Wir hatten schon das Gefühl, die Menschheit hätte vergessen, zu tanzen. Es wurde herumgestanden, aber das war doch kein Tanzen und jetzt sehen wir, die können das, das ist super.
Wenn ihr auf die Bühne kommt, geht es dann gleich richtig los?
Ja, mit Vollgas und gleich mit Musik zum Tanzen.
Musik ist euer Leben und euer Beruf?
Ja, wir leben alle von der Musik.
Ihr seid alle studierte Musiker und habt mit Luftmentschn auf hohem Niveau Musik gemacht – wie seid ihr auf den neuen Stil gekommen?
Luftmentschn war ein Kulturprogramm und jetzt juckt uns die Musik, bei der es um Partymachen und Tanzen geht. Unsere Musik geht zurück zu unseren Basics. Wir nehmen uns jetzt die Freiheit, bei der Musik drauf zu hauen.
Greift ihr täglich zum Instrument?
Ja, wir treffen uns oft zu zweit oder zu dritt draußen in der Natur und spielen dann. Proben heißt bei uns, da nehmen wir uns Zeit, trinken ein Bier nebenbei und oft kommen dann abends Leute dazu und es entwickelt sich eine Party im Freien, zum Beispiel an der Ache in Staudach. Nur im Winter haben wir gemerkt, geht es in der Natur etwas schlechter, da gehen wir lieber in den Camper.
Euer musikalisches Ziel?
Ich habe es jetzt schon erreicht. So viele Menschen wie möglich erreichen – Django ist das A und O (Aussage von Sänger und Gitarrist „Flo“).
Die Idee von Django 3000 ist wie entstanden?
Durch die Instrumentierung mit Geige und Kamil (kommt aus der Slowakei)ø, da ist diese Musik volksmusikalisch tief verwurzelt – und so ist es einfach passiert.
Der bayerische Dialekt passt gut dazu…
Ja, wir müssen uns untereinander auch verständigen können. Der Kamil spricht nur bayerisch und slowakisch. Hochdeutsch spricht bei uns keiner.
Und wenn die Leute kein Bayerisch verstehen?
Sie müssen die Energie spüren, den Text muss man nicht unbedingt verstehen.
Und wie geht ihr nach euren Konzerten von der Bühne?
Mit einem breiten Grinsen im Gesicht und verschwitzt. Nach 90 Minuten rinnt der Schweiß.
Im Chiemgau wird man ja schnell mit anderen Bands verglichen, stört euch das?
Das stört uns nicht, das sind alles Kollegen und die sind gut. Jeder spielt so, wie er es für richtig hält.
Euer Erfolgsrezept?
Wir vier müssen zusammenpassen und so haben wir zum Beispiel den Jan aus Stuttgart geholt. Wir kennen uns alle vom Studium und der Kamil kam als Aupair vor zehn Jahren nach Staudach.
Euer Traum?
Im Moment leben wir unseren Traum, mit dem tollen Zuspruch und der großen Zufriedenheit der Zuhörer.
Vielen Dank für das Gespräch und weiterhin viel Erfolg.
„I bleib mei Lebm lang frei“
Django 3000 – die bayerischen Zigeuner
Django reitet wieder. Durch die bayerische Puszta. Doch er reitet nicht allein. Vier Djangos, vier musikalische Brüder im Geiste, haben sich unter dem Motto „Mia san mia, mia san Gitanos“ zusammengetan, um die weiß-blaue Steppe und schnellstmöglich auch den Rest der Welt mit nie gehörtem bayerischem Gypsy-Pop zu erobern. Mit Django-mäßiger Zigeunermusik, wild, frei und ungebändigt.
Django 3000 nennen sich die musikalischen Streuner und nicht nur Bayern 3-Kultmoderator Matuschke zählt sie bereits zu seinen Lieblingen. Django 3000 stürmen die bayerische Musik-szene im Galopp, auf „wuide Rössa“ und mit „Südwind“ in den Beinen, „de Hor im Wind und an Fuaß am Gas“.
„Heidi“ heißt die Heldin ihrer ersten CD, ein glutäugiges, lebenshungriges, bayerisches Zigeuner-Deandl, von der man nur so viel weiß: „Summa is, wenn’d Heidi kimmt und de Leit zum Danzn bringt“. Und wenn Django 3000 dazu ihren mitreißenden Sound in der Desperado-Disco spielen, dann tanzen die Heidi und alle anderen Strizzis und Zigeuner garantiert noch durch die Nacht, wenn das Lagerfeuer längst ausgegangen ist.
Elf ansteckende Songs haben Django 3000 auf ihrer Debut-CD zusammengetragen, gespielt auf Gitarren, Geigen, Kontrabass und Schlagzeug. Und man hört in jedem Song „so weit umananda, san no ned vui ganga“. Mitgebracht von ihren musikalischen Reisen haben sie treibende Balkan-Beats, erdige, gitarrenlastige Rock ’n’ Roll-Songs und lässigen Zigeuner-Swing mit teuflisch-melodischen Geigensoli. Alles getrieben vom energiegeladenen Groove aus Kontrabass und Schlagzeug. Ohne Rücksicht auf Genres und Stile hat es die vier „Wuidn“ aus Berufung immer weiter in unbekannte Gefilde getrieben. „Wer woaß, wosd ois vasamst, wennst steh bleibst und grod dramst!“
Anlässlich der CD-Präsentation im Hofbräuhaus in München sprach Chiemgau Land und Leute mit den vier Musikern von Django 3000.
Freiheit klingt aus euren Liedern – aber was versteht Ihr unter frei sein?
Musik spielen, herumziehen, mal hier mal dort, neue Gegenden kennenlernen und einfach Spaß an der Musik haben.
Machen, was man halt gerne macht, und das heißt bei uns vor allem Musik, und zwar diese Musik.
Fühlt ihr euch als Musiker frei?
Ja. Wir sitzen in keinem Orchester, in dem uns vorgeschrieben wird, was wir spielen müssen, sondern wir spielen, was uns einfällt. Das ist schon eine sehr große Freiheit.
Das heißt, ihr steht bei den Liedern nicht unter Erfolgsdruck?
Nein.
Den Hit „Heidi“ habt ihr geschrieben, als ihr gut drauf gewesen seid? Oder wie entsteht so was?
Das brodelt in einem. Wir sind alle Typen, die gerne feiern und Party machen – und dann entsteht auch solch eine Musik.
Mal beginnen wir erst mit dem Text und ein anderes Mal entsteht erst die Melodie – bei Heidi war erst die Melodie da.
Die Texte sind euch in jedem Falle wichtig?
Ja, die Texte sollen möglichst eine Aussage haben. Heidi steht für frei sein. Hier geht es ums Abtanzen, um Party und natürlich um Freiheit.
Was ist das für ein Gefühl, wenn die Leute zu eurer Musik so richtig abtanzen?
Ein richtig geiles. Das ist die Energie, die wir den Leuten geben, die kommt dann wieder zurück. Wir hatten schon das Gefühl, die Menschheit hätte vergessen, zu tanzen. Es wurde herumgestanden, aber das war doch kein Tanzen und jetzt sehen wir, die können das, das ist super.
Wenn ihr auf die Bühne kommt, geht es dann gleich richtig los?
Ja, mit Vollgas und gleich mit Musik zum Tanzen.
Musik ist euer Leben und euer Beruf?
Ja, wir leben alle von der Musik.
Ihr seid alle studierte Musiker und habt mit Luftmentschn auf hohem Niveau Musik gemacht – wie seid ihr auf den neuen Stil gekommen?
Luftmentschn war ein Kulturprogramm und jetzt juckt uns die Musik, bei der es um Partymachen und Tanzen geht. Unsere Musik geht zurück zu unseren Basics. Wir nehmen uns jetzt die Freiheit, bei der Musik drauf zu hauen.
Greift ihr täglich zum Instrument?
Ja, wir treffen uns oft zu zweit oder zu dritt draußen in der Natur und spielen dann. Proben heißt bei uns, da nehmen wir uns Zeit, trinken ein Bier nebenbei und oft kommen dann abends Leute dazu und es entwickelt sich eine Party im Freien, zum Beispiel an der Ache in Staudach. Nur im Winter haben wir gemerkt, geht es in der Natur etwas schlechter, da gehen wir lieber in den Camper.
Euer musikalisches Ziel?
Ich habe es jetzt schon erreicht. So viele Menschen wie möglich erreichen – Django ist das A und O (Aussage von Sänger und Gitarrist „Flo“).
Die Idee von Django 3000 ist wie entstanden?
Durch die Instrumentierung mit Geige und Kamil (kommt aus der Slowakei)ø, da ist diese Musik volksmusikalisch tief verwurzelt – und so ist es einfach passiert.
Der bayerische Dialekt passt gut dazu…
Ja, wir müssen uns untereinander auch verständigen können. Der Kamil spricht nur bayerisch und slowakisch. Hochdeutsch spricht bei uns keiner.
Und wenn die Leute kein Bayerisch verstehen?
Sie müssen die Energie spüren, den Text muss man nicht unbedingt verstehen.
Und wie geht ihr nach euren Konzerten von der Bühne?
Mit einem breiten Grinsen im Gesicht und verschwitzt. Nach 90 Minuten rinnt der Schweiß.
Im Chiemgau wird man ja schnell mit anderen Bands verglichen, stört euch das?
Das stört uns nicht, das sind alles Kollegen und die sind gut. Jeder spielt so, wie er es für richtig hält.
Euer Erfolgsrezept?
Wir vier müssen zusammenpassen und so haben wir zum Beispiel den Jan aus Stuttgart geholt. Wir kennen uns alle vom Studium und der Kamil kam als Aupair vor zehn Jahren nach Staudach.
Euer Traum?
Im Moment leben wir unseren Traum, mit dem tollen Zuspruch und der großen Zufriedenheit der Zuhörer.
Vielen Dank für das Gespräch und weiterhin viel Erfolg.








