Bettina Mittendorfer

„Die ‚andere’ Heilige Nacht“ – Die Weihnachtslegende
von Ludwig Thoma einmal anders!
Die Weihnachtslegende „Heilige Nacht” gehört zweifelsfrei zum Schönsten, was Ludwig Thoma in seinem schaffensreichen Leben verfasst hat. Und wer kennt sie nicht, die Weihnachtsgeschichte, die der „Volksdichter“ in seiner Mundart niedergeschrieben hat. Tief ins verschneite Oberbayern hat der gebürtige Oberammergauer das biblische Geschehen verlegt. Wenn man auch nicht alle Strophen auswendig kann, ein jeder hat’s schon mal gehört, wenn gesungen wird: „Im Wald is so staad, alle Weg san vawaht, alle Weg san vaschnieb’n, is koa Steigl net bliebn…“
Für die bekannte Schauspielerin Bettina Mittendorfer „schreit“ die Handlung geradezu danach, sich in die Geschichte hineinzubegeben, sie nicht nur aus der Sicht eines Außenstehenden vorzutragen, sondern sie darzustellen, sie zu deuten und zu bewerten. Mittendorfer schlüpft in die verschiedensten Rollen: in Maria und Josef, einen Handwerksburschen, den kommentierenden Engel und viele mehr. Mit viel Gefühl und Poesie, aber ohne jegliche Sentimentalität lässt sie ihr Publikum die vierzeiligen Verse „mitleben“. Ihre „andere“ Heilige Nacht ist alles andere als nur heilig, angesiedelt in einer Zweiklassengesellschaft, in der man entweder reich ist oder arm.
Bettina Mittendorfer wurde in Bad Grießbach geboren. Die Niederbayerin absolvierte die renommierte Otto-Falckenberg-Schule für Schauspielerei in München. Engagements am Gärtnerplatztheater, bei den Münchner Kammerspielen und am Münchner Volkstheater folgten. Dem Fernseh- und Kinopublikum ist sie u. a. durch ihre Rollen in den Filmen „Beste Gegend“ und „Eine ganz heiße Nummer“, oder den BR-Serien „Der Kaiser von Schexing“ und „Café Meineid“ ein Begriff.
Bettina Mittendorfer und ihre einzigartigen Lesungen haben das literarisch interessierte Publikum in der Alten Saline bereits fünfmal in ihren Bann gezogen – mit Themen, die alles andere als leicht verdaulich und weit entfernt von seichter Abendunterhaltung sind.
So begeisterte Bettina zuletzt mit „Apropos: Ethel Rosenberg und Mata Hari“, zuvor hatte sie mit „Alles ist Leben – Milena Jesenská“ und mit den zu Herzen gehenden Betrachtungen über Lena Christ und Thomas Bernhard berühmten Autoren beeindruckende Reminiszenzen gewidmet. Mit der „Stillen Nacht“ hat sie bereits vor neun Jahren ihr eindrucksvolles Magazin-4-Debüt gegeben.
Wir freuen uns sehr, dass sie dieses Jahr im Advent erneut unser Gast ist. Begleitet wird sie von den beiden jungen Harfenistinnen Christina Irlacher und Pia Schramm.
Mehr Info unter www.magazin4.de