Bettina Mittendorfer

„Ethel Rosenberg und Mata Hari“ – Literatur

Bettina Mittendorfer hat sich in dieser Lesung zweier Frauen angenommen, die als „Künstlerinnen“ zum Spielball politischer Machtinteressen wurden: Ethel Rosenberg und Mata Hari.

Ethel Rosenberg kam im September 1915 in New York zur Welt. In Armut aufgewachsen, träumte sie davon, eine berühmte Sängerin zu werden. Doch nicht als Opernstar wurde sie letztlich bekannt, sondern als unbeugsame Kommunistin, die in der Zeit des Kalten Krieges gemeinsam mit ihrem Ehemann Julius 1953 wegen Spionage auf dem elektrischen Stuhl hingerichtet wurde.

Mata Hari wurde 1876 in Holland als Margaretha Geertruida Zelle geboren. Sie schockierte und faszinierte mit ihren (Nackt)-Auftritten die feine Gesellschaft von Paris, Monte Carlo und Berlin. Als die Begeisterung des Publikums für ihren exotischen Tanz nachließ und ihr Kampf ums finanzielle Überleben begann, verdingte sie sich im Ersten Weltkrieg als Doppelagentin für Deutschland und Frankreich. Sie wurde zur Marionette konkurrierender Geheimdienste und starb am 15. Oktober 1917 durch ein französisches Erschießungskommando.

Bettina Mittendorfer liest aus den Büchern von Stefana Sabin und Christine Lüders.
Daneben wird Bertolt Brecht gesungen und zitiert.

Mit Akkordeonbegleitung von Florian Burgmayr.

Foto: Nena Jägersberger
Mehr Infos unter www.trostberg.de